Das Königreich Kambodscha (
– Preăh Réachéanachâkr Kâmpŭchéa ) ist ein Staat in Südostasien am Golf von Thailand zwischen Vietnam, Laos und Thailand. Die Einwohnerzahl beträgt 14.138.255 (Stand 2010), Amtssprache ist Khmer. Das Staatsoberhaupt ist König Norodom Sihamoni, Regierungschef ist Premierminister Hun Sen. Die Landeswährung ist Riel (KHR), größere Beträge werden in US-Dollar bezahlt. Die Zeitzone ist Indochina Time (ICT) - MEZ +6 Stunden, in der mitteleuropäischen Sommerzeit +5 Stunden.
• Nach dem ersten Artikel der Verfassung soll das Königreich von Kambodscha ein unabhängiges, souveränes, friedliches, permanent neutrales und blockfreies Land sein. Weiterhin werden die von der UN-Charta geforderten Menschenrechte garantiert. Die Todesstrafe ist abgeschafft, wobei Kambodscha als Vorreiter in ganz Asien gilt. Die Wirtschaft Kambodschas wird als marktwirtschaftlich ausgerichtet definiert, und Umwelt- und Naturschutz sind in der Verfassung verankert. Staatsreligion ist der Buddhismus.
• Korruption durchdringt nahezu jeden Bereich staatlichen Handelns. Transparency International sieht Kambodscha in seinem Corruption Perceptions Index 2008 auf dem 166. Platz von 180 untersuchten Staaten...
• Die Hauptstadt Phnom Penh liegt im Süden des Landes. Das Landschaftsbild wird durch eine Zentralebene geprägt, die teilweise von Gebirgen umgeben ist. In ihr liegt im Westen Kambodschas der größte See Südostasiens und eines der fischreichsten Binnengewässer der Erde, der Tonle Sap (Khmer: 'Großer See'). Durch den Osten fließt der Mekong, einer der zehn längsten Flüsse der Welt.
• Kambodscha ist aus dem Reich Kambuja hervorgegangen, das seine Blüte vom 9. bis zum 15. Jahrhundert erlebte. Seine Ruinen in Angkor, Roluos, Banteay Srei und Preah Vihear wurden ins UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen.
Nach der Unabhängigkeit von der Kolonialmacht Frankreich im Jahre 1953 folgten Bürgerkriege, der Vietnamkrieg und die Diktatur der Roten Khmer von 1975 bis 1979.

Die Kambodschanische Revolutionäre Volkspartei kam nach der vietnamesischen Invasion 1979 an die Macht, in deren Folge das diktatorische Regime der Roten Khmer gestürzt und die Volksrepublik von Kâmpŭchea installiert wurde. Die KPK begann als rein marxistisch-leninistische Bewegung, wandte sich aber Mitte der 1980er Jahre im Verlauf eines Reformprozesses marktwirtschaftlichen Ideen zu und verankerte diese in der kambodschanischen Gesellschaft, indem sie Privateigentum wieder zuließ.

Klima
Allgemein herrschen im Monsunklima Kambodschas gleichmäßig hohe Temperaturen. Im Dezember sinken sie auf einen Tiefstand von 26 °C und erreichen im April ihr Maximum mit 30 °C. Die Niederschläge werden von den Monsunen bestimmt; von Mai bis September/Oktober weht der feuchte Südwestmonsun und bringt Regen, im restlichen Jahr bringen Nordostwinde trockene Kontinentalluft. Die geringsten Niederschläge werden am Tonle Sap mit durchschnittlich 1.000 mm im Jahr gemessen; im übrigen Tiefland betragen sie 1.300–2.000 mm jährlich. An den Westhängen der Gebirge steigen die Regenmengen auf 4.000 mm und mehr an, die Höchstwerte werden im Elefantengebirge mit 5.300 mm erreicht.
Tier- und Pflanzenwelt
Die Tierwelt Kambodschas ist artenreich, insgesamt leben in Kambodscha 630 geschützte Arten. Besonders die nordöstlichen Provinzen weisen große Wildpopulationen auf. In den bevölkerungsarmen Wald- und Gebirgsgebieten leben beispielsweise Indische Elefanten, Tiger, Leoparden, Flughunde sowie diverse Bärenarten.
Auch gibt es hier viele Schlangen wie die Königskobra und die hochgiftige Krait.
Der Tonle Sap ist reich an Wasservögeln und Wassertieren, darunter mehr als 850 Fischarten. Im unteren Abschnitt des Mekong befinden sich die letzten Rückzugsgebiete des Irawadidelfins. Außerdem entdeckte man hier im Mai 2007 erwachsene Tiere sowie Jungtiere und Gelege der bereits ausgestorben geglaubten Cantors-Riesen-Weichschildkröte wieder.
Durch einen königlichen Erlass wurden 2005 der Kouprey, der Riesenibis, die Batagur-Schildkröte, die Riesenbarbe, die Palmyrapalme, die Rumdrul-Blume und die Bananenart Musa aromatica zu Nationalsymbolen erklärt und unter besonderen Schutz gestellt.
In Höhen über 700 m mit feuchtkühlem Klima wächst ein immergrüner Bergwald, dessen Bäume bis zu 20 Meter Höhe erreichen. Die Vegetation der niederschlagsreichen Westhänge der Gebirge ist durch tropischen Regenwald geprägt, der 40 bis 50 Meter hoch wird. Im Unterholz finden sich niedrigere Pflanzen wie kleinere Bäume, Büsche oder Palmen. Das Tiefland ist durch Monsun- und Trockenwälder bedeckt. An der Küste finden sich Mangrovenwälder. Verbreitet sind auch rar gewordene Baumarten wie der Schwarzholzbaum, der Ebenholzbaum und der Rosenholzbaum.
Quellen: United Nations / Wikipedia